Takhi_Europe and Asia

Gründung der Przewalski’s Horse Conservation Alliance PHCA

Die PHCA verbindet 11 Organisationen in Asien und Europa, die sich auf die Zucht und Wiederansiedlung von Przewalski-Pferden in (halb-)freier Wildbahn konzentrieren, mit dem übergeordneten Ziel, den Schutz dieser Tierart zu verbessern. Die Allianz wurde am 12. Oktober 2025 auf dem Weltnaturschutzkongress der IUCN in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, offiziell ins Leben gerufen. Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz gehören die ITG und das Schutzgebiet Great Gobi „B“.

Seit mehr als 30 Jahren konzentrieren sich zahlreiche Initiativen auf den Schutz des Przewalski-Pferdes, indem sie seine Populationen in freier oder halbwilder Haltung erhalten oder die Art wieder in ihren natürlichen Lebensraum einführen. Da die Projekte ein gemeinsames Ziel und ähnliche Herausforderungen haben, sind sich die verantwortlichen Organisationen bewusst, dass alle vom Austausch von Wissen, Fachkenntnissen und Erfahrungen profitieren würden. Die Idee zur Gründung der Allianz wurde im September 2024 auf dem Takhi International Workshop im Hustai-Nationalpark in der Mongolei ausgearbeitet und vereinbart. Im Herbst 2025 wurde die Przewalski-Pferd-Schutzallianz durch eine Absichtserklärung offiziell gegründet.

GGB_ranger_looking for Takhi

„Learning Wild“

Der erste Teil der „Learning Wild“-Expedition in das Schutzgebiet Great Gobi B ist ausschließlich der Forschung gewidmet. Der Schwerpunkt liegt auf der Erfassung von Verhaltensdaten in Form von Videos und detaillierten Feldnotizen zu Takhi (Przewalski-Pferd), Khulan (Asiatischer Wildesel) und den freilebenden Hauspferden, die diese außergewöhnliche Landschaft teilen. Durch die Erfassung von Informationen über diese Populationen können wir die Takhi formal als Kontrollgruppe verankern und so einen grundlegenden „Goldstandard“ für das Verhalten von Pferden in ihrem natürlichen Lebensraum erhalten.

2025_speech_Petra Kaczensky_30 years of Takhi reintroduction

Takhi beim Internationalen Wildtier Kongress in Lillihammer

Die Leiterin des Wissenschaftsrats der ITG, Prof. Dr. Kaczensky, präsentierte auf dem internationalen Wildtier Kongress in Lillihammer, Norwegen, über die Takhi Wiederansiedlung: „30 Jahre Wiederansiedlung der Przewalski-Pferde in der Mongolei -Gelernte Lektionen und neue Herausforderungen“.

2025_Visit to UN-Office in Ulaanbaatar_ITG Batsukh Jamiyandorj_Reini Schnidrig

ITG besucht das UN Bureau in Ulaanbaatar

Die ITG unterstützt getreu ihrer Vision Projekte zum Schutz von Wildpferdepopulationen und ihrer Habitate in ganz Zentralasien. Die ITG tut dies unter anderem über die internationale Koordination von Projekten zur Wiederansiedlung der Przewalski Wildpferde in ihren Stammlanden und zur Schaffung von ökologischen Schutzgebietsnetzwerken. Derzeit engagiert sich die ITG für die Weiterentwicklung und Umsetzung der Central-Asian-Mammals-Initiative CAMI unter dem Dach der UN-Konvention für den Schutz wandernder Tierarten CMS, für die Listung der Mongolian Gobi als UNESCO Weltnaturerbe, sowie für die Etablierung einer internationalen Allianz von Experten für den Schutz des Przewalski-Wildpferdes. Bei einem Besuch des UN Resident Coordinator’s Office in Ulaanbaatar haben der ITG-Präsident, Reinhard Schnidrig, und die Direktorin von ITG-Mongolia, Batsukh Jamiynadorj, diese Projekte der UN-Vertreterin, Frau Ariunaa Chadraabal, vorgestellt.

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Hirten-Workshop im Takhiin Tal

Das Schutzgebiet Great Gobi B und die ITG organisierten gemeinsam einen erfolgreichen Workshop mit Hirten aus der Pufferzone!
Die Konferenz behandelte folgende Themen:
✅ Weidenutzung und -management
✅ Verbesserte Viehzucht
✅ Tierkrankheiten und Prävention
✅ Takhi-Schutz
✅ Möglichkeiten der ländlichen Entwicklung
✅ Offene Diskussionen mit Fragen und Antworten

Es war ein wertvoller Tag, an dem Wissenschaftlerinnen, Naturschützer, Tierärzte, Vertreterinnen internationaler Organisationen und lokale Hirten zusammenkamen, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen auszutauschen. Diese Veranstaltung, die Zusammenarbeit und Partizipation förderte, war ein wichtiger Schritt zum Schutz des Gobi-Ökosystems und zur stärkeren Beteiligung der Hirten.

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Wer kommt zu Besuch?

Um die Artenvielfalt des GGB SPA zu untersuchen, wurden derzeit 40 solarbetriebene Wildkameras an 20 Wasserstellen im gesamten Schutzgebiet installiert. Diese wichtigen Orte ziehen sowohl Wildtiere als auch Nutztiere an und bieten seltene Einblicke in ihr Verhalten und ihre Interaktionen. Welche Arten kommen ans Wasser? Teilen sich Wildtiere und Nutztiere das Wasser? Beeinflusst die menschliche Präsenz die Tiere? Unser Kamerafallenprojekt soll Antworten auf diese Fragen geben!

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Der ITG Präsident besuchte die Great Gobi B SPA

Gemeinsam mit dem Direktor des Schutzgebietes, Herrn Altansukh N., unternahm Reinhard Schnidrig mehrere Feldbesuche zur Beobachtung von Takhi-, Khulan- und Kropfgazellen. Gemeinsame Projekte wurden besprochen und die Weichen für die Zusammenarbeit in den kommenden Monaten gestellt.

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50 Jahre Great Gobi

Das streng geschützte Gebiet Great Gobi feiert 50-jähriges Jubiläum.
Die ITG ist stolz, mit ihrer Arbeit zum Schutz dieser wunderschönen Gegend beitragen zu können.

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Wohin ziehen die Gazellen?

Die mongolische Gobi beherbergt vermutlich die größte Population von Kropfgazellen. Über ihre Bewegungsstrategien ist jedoch wenig bekannt – sind sie wandernd, nomadisch, gebietsansässig oder weisen sie eine Mischung daraus auf? Ein Forschungsteam fing im September 2024 einige Gazellen im Schutzgebiet der Great Gobi B ein, um sie mit solarbetriebenen GPS-Satellitenhalsbändern auszustatten. Lesen Sie die Geschichte und erfahren Sie die ersten Ergebnisse dieser Studie.
Die Finanzierung und Unterstützung für dieses Projekt erfolgten durch das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, das Department für Forstwirtschaft und Wildtiermanagement der Universität Inland Norway, die International Takhi Group, den Tiergarten Nürnberg und das Schutzgebiet Great Gobi B.