2025_speech_Petra Kaczensky_30 years of Takhi reintroduction

Takhi beim Internationalen Wildtier Kongress in Lillihammer

Die Leiterin des Wissenschaftsrats der ITG, Prof. Dr. Kaczensky, präsentierte auf dem internationalen Wildtier Kongress in Lillihammer, Norwegen, über die Takhi Wiederansiedlung: „30 Jahre Wiederansiedlung der Przewalski-Pferde in der Mongolei -Gelernte Lektionen und neue Herausforderungen“.

2025_Visit to UN-Office in Ulaanbaatar_ITG Batsukh Jamiyandorj_Reini Schnidrig

ITG besucht das UN Bureau in Ulaanbaatar

Die ITG unterstützt getreu ihrer Vision Projekte zum Schutz von Wildpferdepopulationen und ihrer Habitate in ganz Zentralasien. Die ITG tut dies unter anderem über die internationale Koordination von Projekten zur Wiederansiedlung der Przewalski Wildpferde in ihren Stammlanden und zur Schaffung von ökologischen Schutzgebietsnetzwerken. Derzeit engagiert sich die ITG für die Weiterentwicklung und Umsetzung der Central-Asian-Mammals-Initiative CAMI unter dem Dach der UN-Konvention für den Schutz wandernder Tierarten CMS, für die Listung der Mongolian Gobi als UNESCO Weltnaturerbe, sowie für die Etablierung einer internationalen Allianz von Experten für den Schutz des Przewalski-Wildpferdes. Bei einem Besuch des UN Resident Coordinator’s Office in Ulaanbaatar haben der ITG-Präsident, Reinhard Schnidrig, und die Direktorin von ITG-Mongolia, Batsukh Jamiynadorj, diese Projekte der UN-Vertreterin, Frau Ariunaa Chadraabal, vorgestellt.

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Hirten-Workshop im Takhiin Tal

Das Schutzgebiet Great Gobi B und die ITG organisierten gemeinsam einen erfolgreichen Workshop mit Hirten aus der Pufferzone!
Die Konferenz behandelte folgende Themen:
✅ Weidenutzung und -management
✅ Verbesserte Viehzucht
✅ Tierkrankheiten und Prävention
✅ Takhi-Schutz
✅ Möglichkeiten der ländlichen Entwicklung
✅ Offene Diskussionen mit Fragen und Antworten

Es war ein wertvoller Tag, an dem Wissenschaftlerinnen, Naturschützer, Tierärzte, Vertreterinnen internationaler Organisationen und lokale Hirten zusammenkamen, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen auszutauschen. Diese Veranstaltung, die Zusammenarbeit und Partizipation förderte, war ein wichtiger Schritt zum Schutz des Gobi-Ökosystems und zur stärkeren Beteiligung der Hirten.

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Wer kommt zu Besuch?

Um die Artenvielfalt des GGB SPA zu untersuchen, wurden derzeit 40 solarbetriebene Wildkameras an 20 Wasserstellen im gesamten Schutzgebiet installiert. Diese wichtigen Orte ziehen sowohl Wildtiere als auch Nutztiere an und bieten seltene Einblicke in ihr Verhalten und ihre Interaktionen. Welche Arten kommen ans Wasser? Teilen sich Wildtiere und Nutztiere das Wasser? Beeinflusst die menschliche Präsenz die Tiere? Unser Kamerafallenprojekt soll Antworten auf diese Fragen geben!

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Der ITG Präsident besuchte die Great Gobi B SPA

Gemeinsam mit dem Direktor des Schutzgebietes, Herrn Altansukh N., unternahm Reinhard Schnidrig mehrere Feldbesuche zur Beobachtung von Takhi-, Khulan- und Kropfgazellen. Gemeinsame Projekte wurden besprochen und die Weichen für die Zusammenarbeit in den kommenden Monaten gestellt.

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50 Jahre Great Gobi

Das streng geschützte Gebiet Great Gobi feiert 50-jähriges Jubiläum.
Die ITG ist stolz, mit ihrer Arbeit zum Schutz dieser wunderschönen Gegend beitragen zu können.

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Wohin ziehen die Gazellen?

Die mongolische Gobi beherbergt vermutlich die größte Population von Kropfgazellen. Über ihre Bewegungsstrategien ist jedoch wenig bekannt – sind sie wandernd, nomadisch, gebietsansässig oder weisen sie eine Mischung daraus auf? Ein Forschungsteam fing im September 2024 einige Gazellen im Schutzgebiet der Great Gobi B ein, um sie mit solarbetriebenen GPS-Satellitenhalsbändern auszustatten. Lesen Sie die Geschichte und erfahren Sie die ersten Ergebnisse dieser Studie.
Die Finanzierung und Unterstützung für dieses Projekt erfolgten durch das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, das Department für Forstwirtschaft und Wildtiermanagement der Universität Inland Norway, die International Takhi Group, den Tiergarten Nürnberg und das Schutzgebiet Great Gobi B.

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Die ITG engagiert sich neu auch für die Wiederansiedlung der Wildpferde in der Steppe Kasachstans

Wildpferde und Wildesel sollen zusammen mit Saiga-Antilopen wiederum die goldige Steppe Kasachstans, die Altyn Dala, besiedeln. Die ITG teilt diese Zielsetzung und engagiert sich deshalb neu neben dem Schutz der Wildpferde (Takhi) in der Mongolei auch in der Altyn Dala Naturschutzinitiative (ADCI). Dieses groß angelegte, langfristige Projekt will voll funktionsfähige Ökosysteme mit ihrer ursprünglichen Fauna in den Graslandschaften Kasachstans wiederherstellen, auf einer Fläche von rund 700.000 km². Die ADCI ist ein von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) mitbegründetes Gemeinschaftsprojekt und wird von der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK) geleitet.  Die letzten zwei Jahre wurde allerdings das Camp für die Wiederansiedlung der Takhi) und Wildesel (Kulan) überflutet, wegen der neuerdings auftretenden, sehr raschen Schneeschmelze in wärmeren Frühjahren. Die ITG, mit Unterstützung der Fondation OptisomAs, hilft deshalb mit, ein neues, höher gelegenes Zentrum zu bauen. Der Zoo Prag, ein Mitglied der ITG, hat die Verantwortung für die Transporte der Wildpferde aus europäischen Zoos übernommen.

Praktikum in Kasachstan

In Zusammenarbeit mit der Altyn Dala Conservation Initiative, veröffentlichen wir gerne deren Suche nach Unterstützung für das Verhaltens- und Gesundheitsmonitoring, BCS und Parasitenscreening von Equiden in den Akklimatisationsgehegen von Alibi, einem Wiederansiedlungs-Center in Zentral-Kasachstan. Die Suche richtet sich z.B. an Tiermedizin-Studierende oder Pferde-erfahrene und abenteuerbereite Menschen. 
Bild: Frankfurt zoological society

 

GV „Freunde des Wildpferdes“

Im Mai trafen sich die „Freunde des Wildpferdes“ zu ihrer Jahresversammlung im Naturmuseum Olten in der Schweiz. Nach einer Führung durch die Ausstellung „Tick-Tack, der Countdown des Lebens“ eröffnete Christian Stauffer, Präsident der „Freunde des Wildpferdes“, die Versammlung.
Das Hauptziel des Vereins ist die Unterstützung der Internationalen Takhi-Gruppe – daher gilt allen Mitgliedern ein herzliches Dankeschön für ihre kontinuierliche Unterstützung. Christian Stauffer dankte insbesondere der Jean-Pierre und Sonja Siegfried Stiftung, deren Stiftungsräte Andreas und Sascha Siegfried an der Versammlung teilnahmen. Weiter informierte er über die Takhi-Population, die Gazellenforschung in der Gobi B, das zukünftige Verwaltungszentrum in Altai of Khovd und die sozioökonomischen Projekte. Er hob die Nominierung der Gobi-Region in der Mongolei zum UNESCO-Welterbe hervor und äußerte die Hoffnung, dass dieser besondere Schutz des Gebiets gelingen möge.
Rebekka Blumer erläuterte den finanziellen Jahresabschluss und wies darauf hin, dass die Mitglieds- und Spendenbeiträge im Vergleich zum Vorjahr erfreulicherweise gestiegen seien.
Weitere Informationen finden Sie im Protokoll.