Die Wildnis im Blick: 

Unterstützung der Ranger beim Schutz der letzten Wildpferde der Mongolei

Das Ranger-Team in Takhin Tal überwacht täglich die Takhi (Przewalski-Pferde), aber auch viele weitere charakteristische Arten in der Wüste Gobi, wie Khulane (Asiatische Wildesel), Argali-Wildschafe, Wölfe, Gazellen, Greifvögel und zahlreiche weitere Steppenvögel. Diese Tiere bewohnen gemeinsam eine der letzten grossen Wildnislandschaften Zentralasiens.

Die Ranger patrouillieren in diesen riesigen Gebieten unter extremen Bedingungen. Während im Sommer die Temperaturen enorm hoch klettern, fegen im Winter eisige Winde über die offenen Ebenen. Trotz dieser Herausforderungen ist ihre Arbeit unverzichtbar für den Schutz der Tierwelt, die Erhebung wissenschaftlicher Daten und für die Bewahrung der Artenvielfalt für künftige Generationen.

Warum sind Ferngläser für die Ranger so wichtig

In der weiten Landschaft der Gobi B erspähen die Ranger die Wildtiere oft aus mehreren Kilometern Entfernung. Hochwertige Ferngläser ermöglichen es ihnen, die Tiere genau zu beobachten, ohne sie zu stören. Dabei überwachen sie die Zusammensetzung der Herden, beurteilen den Gesundheitszustand und das Verhalten der Tiere und erkennen Verletzungen oder ungewöhnliche Bewegungen frühzeitig. Sie stellen damit Veränderungen fest, die allenfalls eine genauere Untersuchung erfordern.

Die präzisen Beobachtungen tragen zudem zu einem langfristigen wissenschaftlichen Monitoring und damit zu einem fundierten Management des Schutzgebiets bei.

Leider sind viele der derzeit vom Ranger-Team genutzten Ferngläser veraltet oder beschädigt. Die Erneuerung dieser wichtigen Ausrüstung stärkt die Fähigkeit der Ranger, die Tiere zu schützen.

Unterstützen Sie die Augen, die die Wildnis schützen

Jedes Fernglas bedeutet ein weiteres Paar Augen, das einen der weltweit bemerkenswertesten Erfolge im Naturschutz beobachtet. Mit ihrer Hilfe zur Erneuerung des Ranger-Equipments unterstützen Sie den dauerhaften Schutz der letzten Wildpferde und der außergewöhnlichen Tierwelt der Great Gobi B. 

Wir danken Ihnen für jede Spende, die hilft, das Ranger-Team in Takhin Tal mit den notwendigen Ferngläsern auszustatten. Gemeinsam können wir dazu beitragen, eines der letzten grossen Wildnisgebiete der Erde zu überwachen.

img 2416

Jede Fledermaus hat eine Geschichte zu erzählen – hören wir zu!

Im Rahmen seiner Masterarbeit erforscht Tsogtdelger, mongolischer Forschungsassistent der ITG, die Artenvielfalt der Fledermäuse in der Dzungarischen Gobi. Er fängt die Tiere auf eine schonende Weise ein, bestimmt sie und zeichnet mittels einer speziellen akustischen Ausrüstung ihre Echo-Ortungsrufe auf. Dadurch erfahren wir mehr darüber, wie viele Fledermausarten in diesem einzigartigen Wüsten-Ökossystem leben und wie sie ihren Lebensraum nutzen.

Jede Beobachtung und Tonaufnahme hilft, diese bemerkenswerten, nachtaktiven Säugetiere besser zu verstehen, was künftige Naturschutzbemühungen unterstützt.

Bleiben Sie dran! Wir erkunden weiterhin die verborgene Vielfalt der Dsungarischen Gobi – Ruf für Ruf!

20260505 203638

ITG: jährliche Mitglieder-Generalversammlung

Am 5. Mai 2026 hielt die ITG ihre jährliche Mitglieder-Generalversammlung zum Geschäftsjahr 2025 ab, gepaart mit dem jährlichen Treffen des Fördervereins «Freunde des Wildpferdes». Der Vorstand der ITG legte Rechenschaft ab über die Tätigkeiten und die Verwendung der Finanzen im letzten Jahr. Zudem präsentierte er die geplanten Aktivitäten mit Budget im laufenden Jahr. Priorität haben im Jahr 2026 die Durchführung des ITG-workshops in Takhin Tal und die Teilnahme am PHCA (Przewalski’s Horse Conservation Alliance) in Khomyn Tal, sowie die Begleitung des IUCN-Expertenbesuchs zur fachlichen Überprüfung des Gesuchs zur Aufnahme der Mongolian Gobi in die UNESCO-Welterbe-Liste. Garniert wurde die Versammlung mit einem Referat von Fay Goedbloed zum Thema «Weidemanagement in der Grossen Gobi».

687031749 1399374782221032 5273038937418818733 n

Zusammenarbeit für den Naturschutz

Anfang Mai besuchten der UN-Residentenkoordinator Jaap van Hierden und der deutsche Botschafter Helmut Kulitz gemeinsam mit der ITG die Great Gobi B SPA. Die Diskussionen drehten sich um den Schutz der Wildtiere und die bevorstehende COP17 zur Wüstenbekämpfung, die in der Mongolei stattfindet. Die Reise war sehr inspirierend und die ITG hofft auf weitere fruchtbare Treffen.

Lesen Sie unsere neue Takhi-Post

Nach chinesischen Tierkreiszeichen gilt seit 17. Februar 2026 das seltene, glückverheissende, energiegeladene Jahr des Feuerpferds – erstmals wieder seit 1966. Damals erlosch das wildlebende Urwildpferd. 60 Jahre später durchstreift diese um Haaresbreite der Ausrottung entkommene Art wieder wilde Steppen. Was für ein Anblick!

Ein guter Grund, sich in der neusten Ausgabe der Takhi-Post wieder einmal hauptsächlich dem Takhi, der Schirmart der Great Gobi B, zu widmen. Auch nach 34 Jahren Projektarbeit gibt es immer noch viel zu tun, bleiben die Aufgaben und Herausforderungen mannigfaltig. Die Artenvielfalt im Schutzgebiet überrascht uns immer wieder: wussten Sie, dass dort nicht nur ein Przewalski-Pferd, sondern auch eine Przewalski-Eidechse lebt? Und dass diese erst vom kurzem entdeckt wurde? Erfahren Sie mehr dazu im Artenporträt.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre.

Herzlichen Dank für Ihre treue Unterstützung und dafür, dass Sie wie wir Feuer und Flamme für das Takhi und seinen einzigartigen Lebensraum sind.

Erstes Fohlen 2026 in der Great Gobi B

Schöne News aus der Great Gobi B SPA: Das erste Przewalski-Fohlen in diesem Jahr wurde in freier Wildbahn gesichtet.

Während eines Monitorings entdeckte Ranger Ragchaa Oktyabri aus dem Tonkhil Sum im Gobi-Altai Aimag das neugeborene Takhi in der Nähe von Goviin Elsen Tolgoi – ein vielversprechender Start in die Saison 2026. Die kleine Gruppe bestand aus einem Hengst, einer Stute und dem ca. 3-4 Tage alten Fohlen. Als die Takhi den Ranger bemerkten, zogen sie sich schnell in Richtung Khonin Us zurück. Stuten mit neugeborenen Fohlen sind von Natur aus sehr aufmerksam – ein wichtiger Instinkt, der das Überleben der Jungtiere in freier Wildbahn sichert.

Diese frühe Sichtung ist ein positives Zeichen und unterstreicht die Bedeutung des Monitorings zum Schutz dieser einzigartigen Art.

Kamelfest

Unser Projektleiter Buyantogtokh Dorjbat nahm am Kamelfestival in der Provinz Gobi-Altai teil, das Kamelhirten aus allen 18 Sums zusammenbrachte. Ziel des Festivals war es, die Entwicklung der Kamelzucht sowie den Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den Hirten fördern und das reiche Erbe und die Kultur der Mongolei zu feiern.

Während der Veranstaltung stellte Buyantogtokh die Kamelwollprodukte der Khuvchiin Tsagaan Sort Hirtenkooperative aus der südwestlichen Wüste Gobi aus: Aus dem Herzen der Gobi bis in Ihre Hände erzählt jeder Faden Geschichte.

Vorstellung einer neuen Storymap

Wir freuen uns, die Story-Map mit den Highlights unserer Kamerafallen-Einsätze von 2025 im Gobi-Ökosystem präsentieren zu können. Das interaktive Format zeigt faszinierende Momente, die unsere Kamerafallen eingefangen haben und bietet einen Einblick in das Leben der unterschiedlichsten Tierarten der Great Gobi B SPA. Neben scheuen Wildtieren bis hin zu selten beobachtetem Alltagsverhalten spiegeln die Bilder und Karten aber auch das ausdauernde Engagement und die Teamarbeit, die hinter den Einsätzen der Forscher im Feld stehen.

Wir hoffen, dass Ihnen die Story-Map gefällt und Sie daran erinnert, wie wichtig Ihre Spenden und Ihre fortwährende Unterstützung sind. Ihre Beiträge tragen dazu bei, unser Verständnis für eine der einzigartigsten Landschaften der Welt zu vertiefen und spielen damit eine entscheidende Rolle beim Schutz dieses außergewöhnlichen Ökosystems und seiner Bewohner.

Vielen Dank, dass Sie Teil dieser wichtigen Arbeit sind und dazu beitragen, die Wildnis der Gobi zu bewahren.

Politics

Antrag auf Aufnahme der „Mongolian Gobi“ in die UNESCO-Welterbeliste

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Schutzgebiets Great Gobi in Bayantooroi im August 2025 überreichten ITG-Präsident Reinhard Schnidrig und die Exekutivdirektorin von ITG-Mongolei, Batsukh Jamiyandorj, dem Minister für Umwelt und Klimawandel, Herrn Batbaatar Bat, eine Papierkopie des Antrags auf Aufnahme der «Mongolian Gobi» in die UNESCO-Welterbeliste
Vom 24. bis 25. November 2025 tagte die 25. Generalversammlung der Vertragsstaaten des Welterbe-Übereinkommens im UNESCO-Hauptquartier in Paris, Frankreich, an der die 196 Vertragsstaaten des Welterbe-Übereinkommens teilnahmen. Während der Sitzung wählte die Generalversammlung neue Mitglieder für das Welterbekomitee, darunter die Mongolei, Tschechien und die Schweiz. Dieses Komitee hat das letzte Wort darüber, ob ein Objekt in die Welterbeliste aufgenommen wird, und wird daher auch das Gremium sein, das über den Antrag der Mongolei auf Aufnahme der „Mongolian Gobi” entscheidet. Eine vielversprechende Situation, da die drei Länder eng mit den Aktivitäten der ITG verbunden sind, die wiederum eine der federführenden Organisationen bei der Ausarbeitung des Antragsdokuments war.

Planung einer Premiere: ITG-Workshop in der Mongolei

Um diesen wichtigen Meilenstein zu planen, traf sich das ITG-Team im Januar zu einem Online-Workshop, um unsere allererste Präsenz-Jahrestagung in der Mongolei zu planen, die im Herbst 2026 stattfinden wird.

Im Mittelpunkt standen die Abstimmung der Ziele, der Ideenaustausch sowie das Abwägen der Chancen und Herausforderungen, die die Ausrichtung einer solchen Veranstaltung an einem neuen und einzigartigen Ort mit sich bringt.

Diese Planungssitzung ist ein wichtiger Schritt, um unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Mit klaren Zielen und starkem Engagement legten wir den Grundstein für eine Tagung, die nicht nur unsere strategischen Prioritäten unterstützt, sondern auch allen Beteiligten ein bereicherndes und inspirierendes Erlebnis bieten soll. Wir freuen uns darauf, diesen Prozess fortzusetzen und Sie über weitere Fortschritte zur ITG-Tagung in der Mongolei zu informieren